Schulter mit feiner Narbe nach zwei Operationen, helles Strick-Top, weicher Pastellhintergrund

Zweimal operiert, eine Narbe – und was Licht dabei bewirkt hat

2025 wird meine rechte Schulter innerhalb von zwei Wochen zweimal operiert. Was danach kommt, ist lang und erschöpfend. Und die Bioptron-Lampe ist ein stiller, beharrlicher Teil der Heilung.

Im Frühjahr 2025 wird meine rechte Schulter minimalinvasiv operiert. Die Hauptsehne ist gerissen, der Eingriff verläuft gut. Doch wenige Tage später, während ich noch in der Erholung bin, greife ich in einem unbewachten Moment reflexartig mit dem operierten Arm an die Wand, um mich abzustützen – und spüre sofort, dass etwas nicht stimmt. Das MRT bestätigt es: Die frisch genähte Sehne ist wieder gerissen, dazu die Bizepssehne, und die Verschraubungen sind herausgesprungen.

Zwei Wochen nach dem ersten Eingriff liege ich erneut auf dem Operationstisch. Diesmal muss die Schulter vollständig aufgeschnitten werden. Da zu wenig eigenes Gewebematerial vorhanden ist, wird ein sogenanntes Allograft eingesetzt – eine Spendersehne. Alles wird neu verschraubt.

Die Zeit danach

Ich wäre nicht ehrlich, wenn ich sagen würde, ich hätte sofort alles richtig gemacht. Nach zwei Operationen innerhalb von zwei Wochen bin ich schlicht erschöpft. Körperlich, aber auch innerlich. Ich lasse mich eine Weile hängen – und das ist auch in Ordnung.

Stiller Erholungsraum mit weichem Tageslicht – Sinnbild für die ruhige Phase nach den beiden Schulter-Operationen
Die Wochen der Erholung – manchmal heißt heilen einfach: zur Ruhe kommen.

Als der Verband schließlich abgenommen werden kann, beginne ich die Bioptron-Lampe einzusetzen – zunächst noch unregelmäßig, dann regelmäßiger. Ich arbeite meist mit dem gelben oder orangen Farbaufsatz, der für Heilungsprozesse und Geweberegenerierung eingesetzt wird.

Was ich beobachte: Die Narbe, die sich anfänglich nach außen gewölbt hat und dann beginnt, sich ins Gewebe hineinzuziehen – ein Zeichen dafür, dass sie in Richtung tiefer liegender Strukturen zieht – beginnt sich langsam zu verändern. Der Strich, der zuerst rot und verdickt ist, wird weißer. Die sogenannte Versulzung, dieses harte, zähe Gefühl im Gewebe rund um die Narbe, löst sich auf. Die Haut ringsum heilt glatt und gleichmäßig ab.

Die Kombination, die den Unterschied macht

Parallel zur Lichttherapie zuhause beginne ich regelmäßige Behandlungen bei meiner Kosmetikerin. Sie arbeitet mit fraktionierter Radiofrequenz – einer Methode, die tief ins Gewebe wirkt und Narbengewebe von innen heraus stimuliert. Nach jeder Sitzung setze ich mich direkt danach zuhause vor die Bioptron-Lampe.

Diese Kombination – professionelle Behandlung plus tägliche Lichttherapie zuhause – ist aus meiner Sicht das, was den deutlichsten Fortschritt bringt. Keines der beiden Elemente allein hätte so gewirkt wie beide zusammen.

Was der Chirurg sagt

Bei meinem Kontrolltermin Anfang 2026 – knapp acht Monate nach der zweiten Operation – zeigt sich der Chirurg überrascht über die Beweglichkeit meines Arms. Wer zweimal innerhalb von zwei Wochen an derselben Schulter operiert wird, muss mit langen, schwierigen Einschränkungen rechnen. Meine Schulter ist deutlich beweglicher als erwartet.

Ich erwähne dem Chirurgen gegenüber die Lichttherapie nicht. Nicht weil ich mich dafür schämen würde, sondern weil ich nie den Anspruch erheben möchte, einen medizinischen Kausalzusammenhang zu behaupten, den ich nicht beweisen kann. Was ich sagen kann: Die Narbe entwickelt sich gut. Der Arm ist beweglich. Und ich habe fast täglich mit Licht gearbeitet.

Wie die Narbe heute aussieht

Die Narbe ist noch nicht vollständig geglättet – sie ist noch leicht ins Gewebe eingezogen. Aber der Fortschritt ist sichtbar und spürbar. Der Strich selbst ist fast weiß. Die Haut rundherum ist weich und glatt. Das harte, entzündete Gefühl von früher ist weg.

Die kleineren Narben von der ersten, minimalinvasiven Operation sind in der Zwischenzeit praktisch unsichtbar.

Ich werde den Prozess weiter dokumentieren – und wenn die Narbe eines Tages wirklich glatt ist, werde ich es hier zeigen.

Was ich daraus mitgenommen habe

Lichttherapie ist kein Ersatz für medizinische Behandlung. Das möchte ich ausdrücklich sagen. Zwei Operationen, ein Chirurg, eine spezialisierte Kosmetikerin – das ist die Grundlage.

Aber Lichttherapie ist ein stilles, beharrliches Werkzeug, das den Körper beim Heilen unterstützt. Es braucht keine großen Gespräche, keine Rezepte, keine Termine. Es braucht nur Regelmäßigkeit – und die Bereitschaft, dem eigenen Körper etwas Gutes zu tun, auch wenn man müde ist.

Gerade dann.

Wenn ich heute zurückblicke auf diese Zeit – auf zwei Operationen, lange Wochen der Erschöpfung, das stille tägliche Lichtanwenden – dann ist es vor allem Dankbarkeit, die bleibt. Dankbarkeit für meinen Körper, der wieder geheilt ist. Dankbarkeit für die kleinen Werkzeuge, die mich begleitet haben. Und Dankbarkeit für das Wissen, dass Heilung möglich ist, wenn man ihr Zeit gibt.

Andrea Viehauser im warmen Tageslicht – ein Jahr nach der zweiten Schulter-Operation, in einem Moment der Ruhe und Dankbarkeit
„Heute, ein Jahr nach der zweiten Operation.“

Dieser Artikel schildert meine persönliche Erfahrung nach zwei Schulteroperationen. Er ersetzt keine medizinische Beratung. Bei Verletzungen und postoperativer Behandlung bitte immer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten.

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